Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat uns damit beauftragt, einen self-paced E-Learning Kurs zum Natural Resources Risk and Action Framework (NRAF) zu entwickeln. Der Kurse wurde in Uganda erfolgreich pilotiert und steht nun als kostenloses Lernangebot auf atingi.org zu Verfügung.

Unsere Kunden in diesem Projekt

 

GIZNaturResatingi

 

 

 

This learning is very interesting, the characters are perfect, the navigation is superb and fun especially when hovering to finding the words from pictures of people or objects. I think it's the best way to learn about NRAF.

O-Ton aus dem Piloten in Uganda, November 2022

NRAF und unser Auftrag

NRAF ist ein Konzept und eine Toolbox für die Koordinierung von Partnerschaften mit dem Ziel, natürliche Ressourcen optimaler zu nutzen. Konkret, regional und vor Ort - durch die betroffenen Akteure.

Stellen Sie sich eine Ortschaft vor, in der es zu Problemen wie Wassermangel, Bodenerosion oder dem Rückgang von Biodiversität kommt. Verursacht werden diese Probleme häufig durch Übernutzung oder Fehlnutzung von Ressourcen. Etwa könnte eine Getränkefabrik viel Wasser benötigen. Wasser könnte unnötig verschmutzt werden durch mangelnde Abfallentsorgung. Insekten und vielfältige Pflanzenarten könnten durch Überdüngung ausgedünnt werden und schließlich regional aussterben. All diese Probleme werden durch unterschiedliche Akteure und Aktivitäten verursacht. Auch die Ressourcen für die Problemlösung liegen nicht bei einem Akteur alleine. Es gibt Geldgeber, Ideengeber, Influencer etc. Nur durch Zusammenarbeit, einer gemeinsamen lokalen oder regionalen Partnerschaft, können diese Probleme erkannt, verstanden und behoben werden. Hier setzt NRAF an, in dem es ein Framework für den systematischen Aufbau und das Management von sogenannten Multi-Akteurs-Partnerschaften bereitstellt.

Um dieses methodische Vorgehen zur gemeinsamen Problemlösung an Partner zu vermitteln, wurde zunächst ein Face-To-Face Training von der GIZ entwickelt und durchgeführt. Auf dieser Basis sollte nun ein E-Learning Kurs entstehen, der es möglich macht, die Grundlagen des Frameworks im Selbststudium zu erwerben. Hier kommt think modular ins Spiel:

think modular hat für die GIZ ein 10-stündiges E-Learning zur Koordinierung von Multi-Akteurs-Partnerschaften großartig umgesetzt. Die umsichtige Beratung, kreative Durchführung und schnelle Anpassung jeglicher Änderungswünsche durch das Think Modular Team haben das Projekt zu einem vollen Erfolg gemacht. Zudem ist der Kurs durch ein hohes Maß an Diversität und Nutzung in verschiedensten Kontexten weltweit geprägt. Besonders das hohe Maß an Interaktivität trotz komplexer Lerninhalte im fertigen E-Learning Kurs ist ein Highlight.

Maria-Therese Eiblmeier, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Herausforderung und unsere Lösung

Kernfragen für uns waren:

  • Wie vermittelt man eine interaktive Methode für Partnerschaftsmanagement im Selbststudium, ohne die Möglichkeit, im Rahmen eines Rollen- oder Planspiels zu üben?
  • Wie lässt sich ein eher trockenes methodisches Vorgehen (solange man es nur in einem Handbuch liest) mit Leben füllen, so dass ein Kurs spannend und herausfordernd wird?

Ein typisches WBT, welches vor allem Inhalte vermittelt, und bestenfalls ein Quiz als Übungsmöglichkeit bietet, kam also nicht in Frage.

Stattdessen gibt es eine Reihe möglicher didaktischer Ansätze wie etwa serious games, problembasiertes Lernen, Nutzung von Fallbeispielen, szenario-basiertes Lernen etc. Wir haben uns schließlich für szenario-basiertes Lernen entschieden.

Das gesamte Training ist in mehrere Module unterteilt, die jeweils eine Phase des NRAF-Frameworks sowie darin genutzte Methoden abdeckt.

 

Module des NRAF-Kurses

 

Für jede Phase haben wir gemeinsam mit dem Mitarbeiter:innen der GIZ realistische Szenarien entwickelt. Das sind fiktive Fallbeispiele, welche an einem bestimmten Ort (einem Dorf, Stadt oder auf dem Land) stattfinden. An diesem Ort kommt es zu konkreten Problemen in der Nutzung natürlicher Ressourcen.

 

Beispiel für ein Problem in der Nutzung natürlicher Ressourcen

 

Die Lerner:innen durchleben dann im Kursverlauf die Anwendung unterschiedlicher NRAF-Tools, um der Problemlösung in dem konkreten Szenario etwas näher zu kommen. Dabei müssen unterschiedliche Aufgaben gelöst werden. Tools werden somit spielerisch eingeübt.

 

Beispiel Übungsaufgabe

 

Spannende Dialoge führen durch den E-Learning-Kurs und schaffen ein relevantes Lernerlebnis.

 

Beispiel Dialoge

 

Gute Praktiken und Lernerfahrungen

  • Es ist uns gelungen, den Entwicklungsprozess für diesen Kurs sehr klar und linear zu gestalten. Vom Konzept, über Inhaltsentwicklung und Storyboarding bis hin zur Produktion und Voice-over konnten wir einen stringenten Produktionsprozess abbilden. Das hat uns vor unnötigen Schleifen bewahrt, und es uns ermöglicht, den Kurs zeitgerecht fertig zu stellen.
  • Die benötigte Zeit für Storyboarding wird häufig unterschätzt. Die Inhalte waren von Anfang an gegeben - aber wir haben die Zeit unterschätzt, die es kostet, Dialoge, Stories und Sprache zu verfeinern und zu perfektionieren. Glücklicherweise konnten wir unser Team erweitern, und auch während der Produktion etwas Zeit einsparen (skalieren) und so pünktlich zum Start des Piloten das fertige Produkt abliefern.
  • Gute Dialoge und einfache Sprache sind zentral für gute Inhaltsentwicklung und Zugänglichkeit des Kurses. Sprache zu optimieren, zu vereinfachen und verständlich zu machen - aus sehr fachlichen und manchmal sperrigen Formulierungen fließende Dialoge in natürlicher Sprache zu zaubern war eine der zentralen Herausforderungen, welche wir in Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen der GIZ gut gemeistert haben.
  • Szenario-basiertes Lernen ist ein effektiver Ansatz um komplexe Inhalte praxisnah zu vermitteln. Freiheitsgrade und Spieltiefe können dabei je nach Lernziel variieren - von einer Geschichte mit Handlungsmöglichkeiten bis hin zum serious game.
  • Storytelling spielt dabei eine große Rolle: Ein spannendes Szenario fesselt die Lerner:innen - und motiviert zum weitermachen.

Wir freuen uns sehr über das nun entstandene Produkt! 

Sie interessieren sich für die Entwicklung eines E-Learning Kurses? Nehmen Sie Kontakt auf!